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Falkensee aktuell - Die Nummer 1 aus Falkensee

Archiv

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Golfheft

Leserpost

Zur Glosse Haustür-Spam (FA 41)
Sehr geehrter Herr Scheibe,
denselben Mann in Blau habe ich auch an meiner Haustür erlebt, ich bestätige Ihre Glosse hiermit Wort für Wort. Die Dreistigkeit, mit der diese besagte Telefongesellschaft auf Kundenfang geht, kennt mittlerweile keine Hemmungen mehr. Über die Belästigung an der Tür geht es ja per Anruf, und dies wiederholt, weiter (”Sind Sie etwa immer noch Festnetzkunde bei der Telekom?!”). Wegen dieser erwiesenen Frechheit wäre es schön gewesen, Sie hätten sich zur Nennung des Namens *** entschließen können, dann wären vielleicht nicht nur die Omis in Ihrer Straße gewarnt gewesen. Ich war 13 Jahre Kunde bei diesem Raubritterverein, weiß also, mit welcher Unternehmensmoral man da konfrontiert wird. Meiner Meinung nach ist es höchste Zeit, dass auch das Verbraucherschutzministerium über diese Wegelagerei informiert wird, wie auch die Telekom wissen sollte, mit welchen Methoden gegen sie vorgegangen wird. Denn wenn dieser blaue Herr in seiner Unverschämtheit ankündigt, der persönliche Telefonanschluss werde in den kommenden Tagen umgestellt, dann meint er natürlich, was man aber eben erst einmal begreifen muss, dass man zu seiner Firma wechselt,- und da sei Gott vor!!
Mit den freundlichsten Grüßen
H.S., 29.7.09

Zu wenig Hockey-Spielmöglichkeiten im Ort? (FA 37)
Sehr geehrter Herr Scheibe, die Hockey-Kinder des TSV Falkensee benötigen Unterstützung.
Vor ca 1/2 Jahren wurde in Falkensee durch Frau A. Runge zusammen mit dem TSV Falkensee der Bereich Hockey ( Feld- und Hallenhockey) sehr erfolgreich gegründet.
Zurzeit nehmen bereits 40 begeisterte Mädchen und Jungen aus zwei Jahrgängen aktiv am Training teil und es besteht schon eine lange Warteliste. Da jedoch zurzeit keine geeigneten Sportstätten zur Verfügung stehen, ist es schon schwierig, Trainingszeit (1x pro Woche) für die aktiven Kinder zu bekommen. Ein Ausbau dieses Sportangebots ist somit nicht möglich.
Hinsichtlich der geplanten Sportstätten (Kunstrasenplätze) in Falkensee erfolgte im Spätsommer des letzten Jahres eine Anfrage an die Stadtverwaltung, ob beim Bau der drei neuen Kunstrasenplätzen auch der Hockeysport berücksichtigt wird. Hier lautete die Antwort, dass dies der Stadt bereits bekannt sei und es auch berücksichtigt werden soll.
Eine erneute schriftliche Anfrage im Januar dieses Jahres ergab, dass es sich bei den neuen Kunstrasenplätzen um Plätze handelt, welche nur für Fußball ausreichen, für Hockey aber leider gar nicht oder nur sehr eingeschränkt nutzbar sein werden. Ein Hockey-Punktspiel wäre generell nicht möglich.
Wir, die aktiven Kinder, Eltern und Trainer, würden uns wünschen, dass auch der Mannschaftsport fern von Fußball und Handball in Falkensee mehr gefördert wird.
Mit freundlichen Grüßen, Familie Bauch

Zu teurer Ausbau der Falkenseer Straßen? (FA 37)
Die Stadt Falkensee plant den Ausbau der Käthe-Kollwitz-Straße als Anliegerstrasse. Gegenwärtig befindet sich die Käthe-Kollwitz-Strasse in einem geschotterten Zustand. Grundsätzlich stimmen wir Anwohner der Käthe-Kollwitz-Straße einem Ausbau unserer Straße zu. Die gegenwärtige Planung der Stadt entspricht jedoch nicht dem Bürgerwillen, ca. 90% aller Anwohner lehnen die von der Stadt vorgelegte Planung ab. Dabei geht es den Anwohnern nicht nur um die K-K-Straße, sondern um den Anwohnerstraßenbau in Falkensee insgesamt! Nach Berechnung der Stadt müssten die Anwohner bei einer Grundstücksgröße von 1.000 Quadratmetern mit etwa 10.000 Euro Kosten rechnen.
Werden die Anliegerstraßen hingegen alternativ nach dem aktuellen Stand der Technik ausgebaut, sind Einsparungen von bis zu 20 Prozent möglich, das sind mehrere tausend Euro. Bei schmaler Ausführung (3,5 Meter) sind bis zu 50 Prozent Ersparnis möglich. Dies kann aber erst nach entsprechenden Baugrunduntersuchungen (Messungen der “Resttragfähigkeit” für die Verkehrslasten schwerer Lkw) abgeschätzt werden. Diese Untersuchungen sind bislang gar nicht gemacht worden. Für den geplanten Ausbau sind Tragfähigkeitsuntersuchungen nicht erforderlich, weil grundsätzlich der gesamte Boden ausgetauscht wird.
Insgesamt >80 km, sagt die Stadt, sind unbefestigte Straßen und müssen noch ausgebaut werden. Somit werden noch viele Falkenseer von den überteuerten Ausbauplänen der Stadt betroffen sein! Die Käthe-Kollwitz-Straße ist aber für einen wirtschaftlichen Ausbau gemäß Gemeindestraßenleitfaden Brandenburg geeignet. Dies wurde im Beisein von Prof. Weingart am 16. März 2009 durch Tragfähigkeitsmessungen im Beisein von Vertretern der Stadt, Planern und Abgeordneten nachgewiesen. Die Ergebnisse dürften sich auf alle Sandpisten in Falkensee übertragen lassen.
Ungeachtet individueller Gegebenheiten vor Ort hält die Stadt an ihrem überteuerten „Einheitsstraßenbau“ fest. Die Stadt vergibt an dieser Stelle die Chance, eine wirtschaftliche Alternative aufzugreifen und somit die Möglichkeit, die eingesparten Steuergelder einer sinnvolleren Verwendung, z.B. im Schul-und Kindergartenbereich, zukommen zu lassen.
Vor diesem Hintergrund muss sich die Stadt die Frage gefallen lassen, ob sie den Bürgerwillen überhaupt wahrnimmt und in ihrer Entscheidung berücksichtigt. In der Sache werden seitens der Anwohner die Verkehrszählung sowie das nicht verwertbare Bodengutachten als Hauptkritikpunkte vorgetragen. Die darauf aufbauende Planung der Stadt muß zwangsläufig in einem überteuerten Straßenbau münden. Die Anwohner fordern ein unabhängiges Gutachten, wie es auch in Brieselang erfolgreich erstellt wird. (Falkensee, 17.3.09)
Für die Anwohner der Käthe-Kollwitz-Straße: Christian Dinse, Michael Tettke

Zur Diskussion um die Nordumfahrung (FA 31)
Sehr geehrter Herr Scheibe,
ich weiß,dass dieses Thema “Nordumfahrung” in Falkensee vorherrschend ist und schon viel gesagt und geschrieben wurde.
Jedoch auch gesendet bzw. ausgestrahlt!!! Ich finde, man sollte auch diesen Bericht mit in die Debatte und ins Gewicht nehmen.Ich würde mich über eine Erwähnung in Ihrem sehr guten Regional-Blatt “Falkensee aktuell”sehr freuen.
Hier der Link: http://www.rbb-online.de/
Ausstrahlung:1.10.08
Mit freundlichem Gruß
(Sabrina Richter, 12.10.08)

Zum Leserbrief von Herrn Schumann (FA 31)

Sehr geehrter Herr Scheibe,
Herr Schumann argumentiert konsequent an den - öffentlich verfügbaren - Fakten vorbei und bezichtigt diejenigen, die sie benennen, der Falschaussage. So ist eine konstruktive Auseinandersetzung mit den Folgen der immer stärker umstrittenen Nordumfahrung leider nicht möglich. Entweder er versteht die Fakten nicht oder er will sie nicht verstehen.
In aller Kürze:
- Fakt ist, dass auf der Nordumfahrung pro Tag ca. 5.000 Fahrzeuge Neuverkehr prognostiziert werden. Die Prognose stammt aus den Gutachten des Landesbetriebes; sie ist auf der Webseite der BISF nachvollziehbar. Wenn aber insgesamt nur 13.000 Fahrzeuge auf einem Teil der Route prognostiziert werden und davon 5.000 Fahrzeuge neu sind, können nur ca. 8.000 Fahrzeuge aus dem Stadtgebiet herausgenommen werden. Das müsste zu verstehen sein. Diese 8.000 Fahrzeuge machen ungefähr den Anteil des Durchgangsverkehrs aus, auch das steht in den Planungsunterlagen.
- Dass die Verkehrszahlen im Stadtgebiet von Falkensee in den letzten Jahren zurückgegangen sind, findet sich im Entwurf des Lärmaktionsplans der Stadt. Das hat sich nicht die BISF ausgedacht. Jeder Bürger kann sich den Auszug ganz neutral ansehen – die Unterlagen liegen zurzeit im Rathaus aus.
- Den Vorwurf der “Zahlenspielereien der BISF” weisen wir wiederholt zurück. Herr Schumann macht sich damit lächerlich. Wenn er aber die Daten aus den offiziellen Unterlagen in Frage stellt, nehmen wir das gern auf – dann sind nämlich die Gutachten und Planungen für die Ortsumgehung hinfällig.
- Der Verkehrsexperte der BI Pro Nordumfahrung (offensichtlich nicht Herr Schumann selbst) kann seine Erkenntnisse gern auf den Tisch legen und öffentlich diskutieren. Bisher ist m.E. nirgends belegt, wo angeblich 15-20.000 Fahrzeuge aus dem Stadtgebiet auf die Nordumfahrung verlagert werden sollen – bei 40.000 Einwohnern, die im Übrigen überwiegend im Süden von Falkensee wohnen. Das wäre doch mal eine Weiterentwicklung der Diskussion, wenn das gezeigt werden kann.
- Zur Schönwalder Straße: Lieber Leser, machen Sie sich mal den Spaß und zählen Sie die bewohnten Häuser an dieser Straße von der Rathauskreuzung bis zum Ortsausgang ab. Und fragen Sie mal bei den Ämtern der Stadt, wie viele Personen im Schnitt in einem Haus leben.
- Und noch ein letztes Mal zum Juchtenkäfer: Die Funde des Tieres datieren aus den Jahren 2004, 2006 und 2008 durch einen landesweit anerkannten Käferexperten. Die Funde wurden dem Landesumweltamt ordnungsgemäß gemeldet und sind dort wie auch in der Revierförsterei Falkensee aktenkundig. Und dass man Juchtenkäfer (zumal auf dem „Misthaufen“) nicht züchten kann, ist selbst für einen Nichtexperten leicht recherchierbar. Vorausgesetzt, man ist an Fakten überhaupt interessiert.
Mit freundlichen Grüßen,
(Marc-Oliver Wille, 9.10.08)

Zum Leserbrief Wille (FA 31)

Sehr geehrter Herr Scheibe,
Zum Leserbrief von Herrn Wille möchte ich gern Stellung nehmen. Herr Wille bittet, meine Aussagen „richtig zu stellen“. Das ist leider nicht möglich. Man kann nur etwas richtig stellen, was vorher falsch interpretiert wurde.
Es ist für den Leser müßig, die Zahlenspielereien der BISF ständig zu analysieren, Herr Wille wird die Verkehrszahlen jedes Mal anders auslegen. Es nützt jedoch nichts. Um die Fakten kommt man eben nicht drum herum.
Ich erinnere mich noch sehr gern an die Informationsveranstaltung der Stadt Falkensee, zu der der Verkehrsexperte, Herr Prof. Staadt eingeladen war. Herr Wille von der BISF war ebenfalls anwesend.
Eigentlich müsste er die Ausführungen von Herrn Prof. Staadt noch gut in Erinnerung haben. Aber diese passen eben nicht in das Konzept der BISF. Was ein Verkehrsexperte von diesem Rang darlegt, wird von den Gegnern (selbsternannte Verkehrsexperten) abgelehnt. Der Grund ist ganz einfach. Prof Staadt legte dar, dass Falkensee überhaupt nicht auf die Nordumfahrung verzichten kann. Die Diskussionsrunde leitete er ein mit den Worten: „egal was Sie sagen, stellen Sie sich immer die Frage, was ist, wenn die Nordumfahrung nicht kommt“.
Für mich ist diese Frage die Quintessenz der Auseinandersetzung.
Dazu näheres:
-Herr Wille schreibt, dass es schlicht falsch ist, dass täglich ca. 15.000 Kfz Durchgangsverkehr in den hauptbelasteten Straßen zu verzeichnen sind. Recht hat er! Prof. Staadt hat deutlich gemacht, dass es sogar 15.000 – 20,000 Kfz/täglich sind. Was soll man an diesen Zahlen richtig stellen? Aber das ignoriert Herr Wille. Er bezieht sich auf eine Passage aus den Planungsunterlagen, die völlig aus dem Zusammenhang gerissen ist und stellt sie dar, als ob der Verkehr zurückgegangen wäre. Diese Argumente gebrauchte er in dieser Veranstaltung ungefähr auch so. Prof. Staadt machte ihm sehr deutlich, dass er falsche Zahlen verwendet und eine sehr unfaire Diskussion führt. Dem kann ich mich nur anschließen. Wenn man den Beitrag von Herrn Wille liest, gewinnt man den Eindruck, Schumann hat die Zahlen frei erfunden. Ich glaube, das wäre zu einfach. Schumann hat die Zahlen von wirklichen Verkehrsexperten. Im Übrigen widerspricht sich Herr Wille selbst. Er spricht von ca. 8.000 Kfz Entlastung in seinem Leserbrief. Nur einen Tag vor den Wahlen werden von der BISF Zettel verbreitet, auf denen der Bereich der Nordumfahrung mit bis zu 15.000 Fahrzeugen/Tag ausgewiesen ist. Wie gesagt, die Zahlen werden verwendet, wie es gerade passt. Die Frage ist doch: welche Zahlen glaube ich. Die Zahlen von Herrn Wille, der die Nordumfahrung nicht will, oder die von Prof. Staadt, einem neutralen Verkehrsexperten, der persönlich nichts mit der Ortsumfahrung zu tun hat.
- Herr Wille weist entschieden den Vorwurf zurück, die öffentliche Meinung zu manipulieren. Weiter: Wir verbreiten auch keine „Horrorszenarien“. Mich würde interessieren, wie Herr Wille folgenden Fakt wertet. Am 11.09.08 war in der Presse unter der Überschrift „Juchtenkäfer in Gefahr“ zu lesen, dass man im Planungsgebiet den Juchtenkäfer, ein schützenswertes Tier, entdeckt hat. Dazu Herr Siewert: „Wir haben ihn gefunden“ und weiter: „Es gibt Unstimmigkeiten im Gutachten“. Bereits einen Tag später berichtet auf einer Veranstaltung der Gegner, ein „Naturfreund aus Schönwalde“, dass er den Juchtenkäfer selbst gezüchtet und im Planungsgebiet ausgesetzt hat. 100 Stück auf einer Länge von 6 km. Und davon sind der BISF (so Herr Radtke) „gleich mehrere vor die Linse gelaufen“. Das möchte sich der Leser doch bitte auf der Zunge zergehen lassen, noch dazu, wo der Juchtenkäfer in Baumhöhlen nistet. Wer hier keinen Zusammenhang sehen will benötigt die gelbe Binde mit den 3 schwarzen Punkten.
Deshalb nochmals, was wäre hier „richtig zu stellen“?.
Es sei mir gestattet, dass ich auf den Schwachsinn mit den 200 Anwohnern der Schönwalder Straße nicht eingehe.
(Joachim Schumann, Vorsitzender der BI „Pro Nordumfahrung“, 7.10.08)

Die BISF zum Schumann-Interview in FA 31

Sehr geehrter Herr Scheibe,
Herr Schumann von der Bürgerinitiative “PRO Nordumfahrung” trifft in dem Interview, das Sie im letzten falkensee aktuell abdruckten, Aussagen mit einem sehr begrenzten Wahrheitsgehalt, wodurch ein schiefes Bild der Ortsumgehung gezeichnet wird. Wir von der Bürgerinitiative Schönes Falkensee (BISF) möchten in Kürze hierauf eingehen und die Fakten richtigstellen:
- Es fahren pro Tag keine 15.000 Fahrzeuge durch Falkensee, die durch die Nordumfahrung aus der Stadt herausgezogen werden würden. Diese Angabe ist schlicht falsch; auch eine mehrmalige Wiederholung hilft hier nicht weiter. Die Unterlagen der Verkehrsuntersuchung zeigen, dass sich etwa 8.000 Fahrzeuge verlagern lassen würden (Anlagen 5 und 6 aus der Verkehrsuntersuchung, Prognose 2020). Die anderen Verkehre sind hausgemachte Verkehre, die auch mit Nordumfahrung in der Stadt verbleiben würden.
- Durch die begrenzte Verlagerung von Verkehr aus den Hauptstraßen heraus ist auch die Reduzierung von Lärm etc. für die betroffenen Anwohner nur sehr gering. Bei einer 20-prozentigen Abnahme von Fahrzeugen verringert sich der Lärmgehalt kaum spürbar. Die versprochene große Lärmminderung wird schon aus physikalischen Gründen nicht eintreten können. Auch die Verkehrssicherheit würde sich nicht so deutlich erhöhen.
- Es sind auch nicht 6.000 Bürger an den Durchgangsstraßen vom Verkehr betroffen, die durch die Ortsumgehung entlastet werden würden. Die Entlastung bezieht sich auf wenige Straßenzüge. An der Schönwalder Straße z.B. wohnen etwa nur 200 Anwohner.
- Falkensee steht vor keinem “Verkehrskollaps”, wie Schumann behauptet, Untersuchungen aus dem aktuellen Lärmaktionsplan belegen, dass die Verkehrszahlen auf den wichtigsten Durchgangsstraßen zuletzt abgenommen (!) haben.
- Schumann interpretiert das Phänomen des “angelockten Verkehrs” missverständlich. Allein durch die Existenz der neuen Straße würde tatsächlich neuer, zusätzlicher Verkehr angezogen werden, der zuvor Falkensee gar nicht berührt hat, der dann spätestens am Kreisverkehr an der Bachallee oder am Spandauer Platz auf das Stadtgebiet treffen würde. Aus den Planunterlagen ist ablesbar (Anlagen 5 und 6), dass etwa 5.000 Fahrzeuge in West-Ost-Richtung neu nach Falkensee fahren, davon vermutlich übermäßig viele Lkw, die die Maut auf den Autobahnen umgehen würden. Die BISF ist sich mit vielen Verkehrsexperten einig und kann dies durch Gutachten belegen, dass die Methode, immer mehr Straßen zu bauen statt Verkehr zu verringern und zu vermeiden, nicht mehr zeitgemäß ist.
- Wir weisen den Vorwurf, die BISF würde bei den Zahlen nicht die Wahrheit sagen, entschieden zurück. Die Werte für unsere Aussagen stammen aus den offiziellen Planunterlagen oder anderen allgemein zugänglichen Unterlagen. Die von Herrn Schumann genannten 15.000 Fahrzeuge, die sich aus dem Stadtgebiet herausverlagern sollen, sind nirgends zu finden. Um es noch mal deutlich zu sagen: Dieser Wert ist nicht zutreffend!
- Wir weisen entschieden auch den Vorwurf zurück, wir würden “die öffentliche Meinung manipulieren”. Wir verbreiten auch keine “Horrorszenarien”, wir erläutern den Bürgern die wahren Zusammenhänge, die von den Befürwortern gern verschwiegen werden. Und wir weisen daraufhin, dass ein bedeutsames Naherholungsgebiet, das bisher Falkensees Hang zur Natur unterstrich, für immer zerstört werden würde.
Sehr geehrter Herr Scheibe, wir bedauern, dass Ihre Leser durch die unwahren Behauptungen des Herrn Schumann einen völlig falschen Eindruck über die Nordumfahrung bekommen. Die BISF bietet an, allen Lesern die durchaus komplexen Planunterlagen zu erläutern und auf die (gern ausgeblendeten) Risiken hinzuweisen. Die BISF sieht sich in der Pflicht, die Schönheit Falkensees, die auch durch die umliegende Natur gegeben ist, zu bewahren und diese für unsere nachfolgenden Generationen zu erhalten. Der Schuldenberg, den wir hinterlassen, ist schon groß genug.
Wir bitten um eine geeignete Richtigstellung. Vielen Dank.
(Für die Bürgerinitiative Schönes Falkensee, Marc-Oliver Wille, 29.9.08)

Zum Leserbrief von Frau Marion Riemenschneider – Nordumfahrung-.

Der vorliegende Leserbreif zeigt, dass auch Frau Riemenschneider nicht die Fakten ignorieren kann. Sie versprüht sehr viel Gift gegen die Nordumfahrung und ist aus meiner Sicht nicht sachlich. Trotzdem möchte ich mit dem Autor gern in einen Meinungsaustausch treten. Bis dahin müssen allerdings bestimmte Vorwürfe korrigiert werden.
Als erstes bin ich kein „Experte“. Ich bin Vorsitzender der Bürgerinitiative „Pro Nordumfahrung“. In meinem Beitrag glaube ich deutlich gemacht zu haben, dass unsere BI sicht nicht auf Spekulationen einläßt, sondern auf Zahlen und Fakten von Verkehrsexperten zurückgreift, wie z.B Ingenieurbüro Aachen, Herr Prof. Staadt , amtl. gemessene Verkehrszählungen usw. Das sind kompetente Aussagen, bei denen es keinen Grund gibt, sie anzuzweifeln. Und gerade deshalb lassen sich diese Zahlen auch nicht anzweifeln. Es sei denn, Sie vertrauen den Zahlen vom Verkehrsexperten der BISF, Herrn Wille. Aber ich glaube, in der Veranstaltung mit Herrn Prof. Staadt wurde sehr deutlich, welchen Wert diese haben.
2. Wenn der Autor meint, dass die Spandauer Straße (gemeint ist das Teilstück vom Baumarkt Hellweg bis zur Stadtgrenze Spandau) zur „Raserstrecke“ ausgebaut wird, dann fehlt hier ebenfalls alle Sachlichkeit. Ich glaube nicht, dass man eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h als Raserstrecke bezeichnen kann, wenn auf dieser kurzen Strecke auch noch zwei Ampelanlagen sind (wahrscheinlich Frau Riemenschneider auch nicht, aber das ist eben das „Gift“).
3. Das Beispiel mit der „Mamataxe“ (insgesamt 16 Fahrten innerorts) ist völlig an den Haaren herbeigezogen. Deshalb nochmals. Es geht nicht um den innerstädtischen Verkehr, um die Familien, die ihre Kinder zur Schule bringen und dann zum Frisör fahren, sondern um den Durchgangsverkehr. Und wenn dieser auf die Umgehungsstraße gelotst wird, sind diese ca. 15.000 Kfz nicht mehr am Unfallgeschehen in den hauptbelasteten Straßen beteiligt.
4. Wenn Frau Riemenschneider hinsichtlich der Nordumfahrung von Tempo 100 spricht und dies mit Lärm, Gestank, Unfallgefahren in einen Zusammenhang bringt sollte sie wissen, dass diese 100 nicht im Ort gefahren werden können, sondern, dort, wo keine Wohngebiete sind.
5. Lärmschutzmaßnahmen werden dort getroffen, wo es für betroffenen Menschen eine Lärmbelastung gäbe. ‚Da das nicht überall ist, werden also auch nicht überall Lärmschutzmaßnahmen getroffen.
6. Die 17-18 Mio. voraussichtliche Kosten setze nicht ich an, sondern dies kann in den Planungsunterlagen nachgelesen werden. Es ist aber unseriös von 30 Mio Kosten zu sprechen, wenn man weiß, dass das gar nicht stimmt, diese Zahl jedoch zur Beeinflussung der Bürger benützt, die sich wenig mit diesem Thema beschäftigen.
7. Es freut mich, dass der Autor die Anwohner der derzeit belasteten Straßen versteht. Das nützt den Anwohnern jedoch nicht viel. Diese Anwohner leben z.Zt. ohne Lärmschutzmaßnahmen direkt am Straßenverlauf. Diese Situation entfällt für die Anwohner, die in der Nähe der neuen Trasse wohnen. Sie wohnen entweder weiter weg, oder es werden Lärmschutzmaßnahmen gebaut.
8. Wenn einer der Gegner beim Bau der Nordumfahrung den Naturschutz anprangert, sollte sich dieser tief schämen. Ich möchte diesbezüglich nur auf den Riesenartikel mit dem Juchtenkäfer hinweisen, wo sich bereits kurze Zeit später herausstellte, dass dieser von den Gegnern (diese Person hat das auch noch stolz vor der Presse gesagt) entlang der Trasse (100 Stück) ausgesetzt wurde. Tiefer unter der Gürtellinie geht es nicht mehr.
Also nochmals für den Autor. Dies alles sind keine Aussagen von mir, sondern Bestandteile des Projektes, welchen von anerkannten Experten erarbeitet wurde. Sie sind die Experten, nicht ich. Zufällig weiß ich, wo der Autor wohnt. Deshalb auch hier nochmals. Die Verkehrsbelastung vom Teilstück am Kreisel bei Hellweg bis zur Stadtgrenze Spandau ist mit oder ohne Nordumfahrung ungefähr gleich. Für den Autor ändert sich also nichts, wenn die Nordumfahrung nicht gebaut wird.
(Joachim Schumann, Vorsitzender der BI „Pro Nordumfahrung“, 29.9.08)

Leserbrief zur pro Nordumfahrung in FA 31

Der Experte der BI Pro Nordumfahrung Joachim Schumann erklärt mehrfach im Interview, dass sich “z.Zt. täglich ca. 15.000 Fahrzeuge mitten durch den Ort” quälen und dass die Nordumfahrung “ca. 15.000 Fahrzeuge täglich aus der Stadt fernhalten” würde?! Der Experte wirft den Gegnern der Nordumfahrung vor, dass diese nicht die Wahrheit sagen, wenn sie feststellen, dass sich der innerstädtische Verkehr nur minimal ändern würde. Meinen Sie wirklich, dass “man diese Zahlen nicht entkräften kann” und der Wahrheit entsprechen?
Ferner sprechen Sie von einer “Ortsumfahrung”. Gehört z.B. der Stadtteil Falkenhöh nicht mehr zum Ort Falkensee, da Sie die “Ortsumfahrung” ja dort enden lassen wollen? Wahrscheinlich nicht mehr, wenn Sie dann auch noch die Spandauer Str. vierspurig zur Raserstrecke ausbauen wollen und dafür der schöne alte Baumbestand und somit der Alleencharakter weichen muss.
Richtigerweise führen Sie an, dass die belasteten Straßen als Zubringer für die Schulen genutzt werden und eben dieser Verkehr wird nicht die Umfahrung nutzen. Beispiel einer vierköpfigen Familie: Fahrt 1 +2: Kind1 zur Schule bringen und zurückfahren, Fahrt 3+4: Kind2 zur Kita bringen und zurückfahren; Fahrt 5+6 einkaufen/Frisör/Arzt a.ä. und zurück, Fahrt 7+8: Kind1 von Schule abholen, Fahrt 9+10: Kind2 von der Kita abholen, Fahrt 11+12 eines der Kinder zu Freizeitaktivitäten o.ä. bringen, Fahrt 13+14 Kind wieder abholen, Fahrt 15+16 Weg zur Arbeit. D.h. also mindestens 16 Fahrten für diese Familie, von denen max. 2 Fahrten über die neue Straße führen könnten.
Sie reden von Lärm, Schmutz, Gestank und Unfallgefahren für unsere Kinder, wird dieses bei Tempo 100 nicht noch viel schlimmer?
Sie führen eine Statistik zur Verkehrsunfallentwicklung an u.a. für die Spandauer Str. Haben Sie bei Ihrer Auswertung auch mal geprüft, wieviel Unfälle vom Kreisverkehr bei Hellweg Richtung Spandau aufgetreten sind im Vergleich zur restlichen Spandauer Str. Im übrigen befinden sich auch an der östlichen Spandauer Str. Schulwege, z.B. muss dieser Kreisverkehr überquert werden.
Warum haben Sie bis jetzt nichts für die Verbesserung des ÖPNV unternommen bzw. Radwege und sichere Schulwege geschaffen?
Sie sprechen davon, dass bei den derzeit belasteten Straßen keine Lärmschutzmaßnahmen getroffen werden können.Aber warum ist dann bei der Nordumfahrung nicht überall rechts und links der Trasse Lärmschutz vorgesehen?
Ich kann verstehen, dass die Anwohner der derzeit belasteten Straßen die Nordumfahrung wünschen, denn jedes Auto weniger zählt. Aber rechtfertig dies die Belastung für die anderen Anwohner und die Zerstörung der Natur und die Ausgabe von mehreren Millionen Euro von Steuergeldern? Gibt es keine Alternativen, wie z.b: einen Tunnel?
Ferner bestreiten Sie die Höhe der Kosten. Sie setzen 17-18 Mio. Euro an. Aber ist darin denn wirklich alles berücksichtigt, wie z.B. steigende Baukosten, Entschädigungszahlungen, Nachbesserungen wie zusätzliche Verkehrsschilder, Folgekosten wie für den 4-spurigen Ausbau der Spandauer Str. usw.?
Mit freundlichen Grüßen, Marion Riemenschneider (25.9.08)

Leserbrief zum Artikel „Lesefutter“ in FA 26

Mir scheint da eine gewisse Überheblichkeit mitzuschwingen. Wieso wissen die meisten Falkenseer angeblich nicht, dass die Bibliothek auch während der Ferien offen hat? Hält der Autor seine Mitmenschen denn für blöd? Was hat denn die Öffnungszeit der Bibliothek mit den Schulferien zu tun? Vielleicht wissen viele Falkenseer um den leider recht schmalen Bestand an aktueller Literatur und nutzen den Einkauf in Spandau auch gleich für einen Besuch in der dortigen Bibliothek.
Auch die Aussage, dass viele Bücher aussortiert werden mussten (wegen der neuen Rechtschreibung) ist zu pauschal: Es betraf lediglich die für die Lernanfänger gedachten Bücher, um diese Kinder nicht in Konflikte zu bringen. Im Beitrag klingt es so, als müsste man auch Schiller, Kästner und Mann aussortieren…
Und wer gibt dem Autor eigentlich das Recht, über “Opas Erbe” so geringschätzig zu urteilen? Ich bin vierfacher Opa und in meinen Bücherregalen stehen einige Titel, nach denen sich der Autor wohl alle zehn Finger lecken würde. Viel wichtiger scheint mir, dass unsere Bibliothek endlich an die deutschlandweite Fernleihe angeschlossen wird und man nicht wegen jeder Kleinigkeit in die Staatsbibliothek fahren muss. Mit den Brandenburger Bibliotheken funktioniert das ja schon recht gut und man kann schon vom heimischen PC aus nachsehen, wo welcher Titel zu finden ist - www.oe-bibliotheken.brandenburg.de . Das entlastet die immer freundlichen und hilfsbereiten Damen der Bibliothek wesentlich.
Ich ahne nicht, wo der Autor sein Wissen hernimmt und sich das Recht anmaßt, die “meisten Falkenseer” für beschränkt zu halten. (Joachim Rechenberg)

Redaktion: Wir haben ein langes Gespräch mit den Mitarbeitern der Bibliothek und dem Vorsitzenden des Fördervereins geführt und daher unsere Informationen.

Zum Bericht “Nordumfahrung” in FA 26

Ich kann der Diskussion um die Nordumfahrung wenig Positives abgewinnen. Für mich ist es ein Krieg der Eliteren gegen die Stadt, um Ihre Grundstückswerte und die tolle Wohnlage für ein Stadtteil zu erhalten. Dazu wird in der Argumentation der Naturschutz mehr als nötig missbraucht.
Falkensee hat durch seine Geschichte eine schlechte Ausgangslage für eine positive Stadtentwicklung. Bei der Größe von 40.000 Einwohnern ist es kaum möglich, eine klare Durchfahrt zu organisieren. Es gibt in der Gartenstadt keine rechte Zone, wo man zwischen den Besorgungen auf eine Tasse Kaffee in Ruhe Rast machen kann. Die Bahnhofstraße (stinkende Gasse) und der Akazienmarkt (Barackenbauten) sind doch Beispiele für eine Fehlplanung. Der nördliche Bahnhofsvorplatz (Falkensee) wird daran nichts ändern. Wollen Sie mir da widersprechen? Ich bin immer froh, dieses Stück Stadt rasch zu durchqueren. Eine Einkaufsstimmung kommt da bei mir nicht auf. Für die großen Einkäufe ist schon am Stadtrand ein gutes Angebot vorhanden. Für die kleinen, besonderen Geschäfte brauche ich die Muße und die Möglichkeit, auch einmal zu schlendern.
Lassen Sie doch das subjektive Wehklagen und geben Sie der Stadt endlich die Möglichkeit einer strukturellen Verbesserung. Auch wenn der Weg nicht rascher auf der Nordumfahrung sein wird, er ist aber weniger stressig und fordert nicht den ständigen Wechsel von Gas zur Bremse und zurück und dazu die erheblichen Abgase und Geräuschbelästigungen.
Mit freundlichen Grüßen
G. Bitterhoff

Zum Bericht “Lärm-Aktionen” in FA 23

Ich danke Ihnen für diesen Bericht. Er bietet uns Falkenseern eine letzte Gelegenheit, die ei­genen Ansichten zur Nordumfahrung noch­mals zu überdenken, bevor wir uns ein großes zusammenhängendes Naherho­lungs­gebiet verschandeln. Denn ist das Pla­nungsfeststellungsverfahren erst einmal ge­neh­migt (d.h. unanfechtbar und verbindlich), so gibt es KEINE Möglichkeit mehr, über­dimensionierte Baumaßnahmen zu stop­pen. Also besser sofort mit dem Umdenken beginnen!
Warum tut man so, als ob es nur diese eine - nördliche - Umfahrungsmöglichkeit gibt und geht nicht auf die südliche Um­fahrung ein? Wa­rum spricht man nicht mit den politischen Verantwortlichen in Dallgow-Döberitz, um die kurze Trasse zwischen Berlin/Bruns­büt­teler Damm und dem An­schluss an die B5 zu bauen? Schließlich ge­hören diese Gemein­de und Falkensee zu­sam­men, da wir doch Mittelzentrum sind, oder nicht?
Stattdessen sollen Millionensummen aus­ge­geben werden, um für einen Durch­gangsverkehr von ca. 8 Prozent ein Nah­erholungsgebiet zu zerteilen, Einwohner vom Ort abzuschneiden (Gartenstadt Fal­ken­höh), Wald und Wiesen zu zertrennen, teu­re Brücken und Kreisverkehre zu bauen (deren Ausfahrten ins Leere laufen, der Ha­velländerweg zum Beispiel ist ja nicht durch­gängig für die Autofahrer geöffnet) und Kanalläufe zu verlegen.
Zur Gartenstadt Falkensee gehört doch nicht nur der Garten vor unserer eigenen Haus­tür, sondern die noch intakte land­schaftliche Umgebung, in die der Ort einge­bettet ist und mit der in schönen Farb­broschüren kräftig geworben wird.
Sie zählen in Ihrem Bericht so viele Mög­lichkeiten zur Verkehrsberuhigung auf, die für die Entlastung der meist belästigten Stra­ßen wesentlich effizientere Lösungen bie­ten als die Umfahrungsstrecke. Ich glau­be auch, dass es bessere Lösungen für Fal­kensee gibt. Wenn man mutig genug ist, fest­gefahrene Denkmuster aufzubrechen, kön­nen die genannten Vorschläge ange­gangen und umgesetzt werden. Der Lärm­aktionsplan wäre doch eine gute Chance dazu. (Beatrix Vender, Februar 2008)

Zur “Meckerecke” in FA 23

Hallo Herr Nachbar, in der in Ihrer “Mecker­ecke “skizziierten Angelegenheit hatte ich mich an den neuen Bürgermeister gewandt. Die (zu erwartende) Antwort (aus der Feder des Tiefbauamtsleiters) lautete: KEIN GELD da. Nun hatte Frau Daniela Zießnitz kürzlich verkündet, es seien 130.000 €uro geplante Mittel für die Straßenerhaltung 2007 nicht ausgegeben worden. Ich gehe davon aus, dass sie als Stadtverordnete da keine falsche Fährte gelegt hat. Daraufhin habe ich den Bürgermeister angemailt und um Klar­stellung gebeten: Wer lügt denn da? Na­tür­lich kam keine Antwort.
Übrigens: In der Duisburger Straße betä­tigte sich unlängst eine Planierraupe - für et­wa 1,5 Stunden. Das Stück zwischen Esse­ner und Düsseldorfer Str. war dann wieder schön glatt - bis auf den Anschluss an die Essener Str., da fehlten wohl einige Karren Kies. Wie viele Meter Straße hätte man mit 130.000 €uro wohl glattschieben können?
Ich hatte in der Mail auch gebeten, ein­mal eine brauchbare Minimalvariante für den Straßenbau öffentlich zur Diskussion zu stellen. Keine Reaktion.
Auch auf meinen Hinweis hin, dass die Straßenverhältnisse bei Regenwetter schon fast den Tatbestand der Freiheitsberaubung erfüllen, gab es keine Resonanz. Ich empfin­de hier insgesamt eine bodenlose Arroganz der Macht, da hat sich wohl nichts verändert. Protzige Vorhaben in der Stadtmitte, an den Seiten nichts - aber sich mit dem ständigen Zuwachs an Einwohnern brüsten.
Da stand neulich in der WAMS ein Beitrag über “Die heile Welt in Falkensee”. Der Herr Kollege hätte mal bei Regen einen Be­such in den Nebenstraßen machen sol­len, und dann vielleicht sogar noch mit öf­fent­lichen Verkehrsrmitteln anreisen. Die Über­schrift hätte dann wohl anders gelautet. Freundliche Grüße, Joachim Rechenberg, Februar 2008

Zur “Meckerecke” in FA 23

Hallo Herr Scheibe, Ihre Meckerecke spricht mir aus dem Herzen! Habe mich sehr darüber gefreut.
Wir staunen auch über die sich kanin­chenfleißig vermehrenden Verkehrskreisel- und -inselchen, oder den Luxusradweg ent­lang dem mückenverseuchten Entwäs­serungs­graben am Gutspark, mit Edelstahl­tischen und -bänken alle paar Meter. Die klas­sischen Verkehrssicherungspflichten hingegen sind offenbar ein Stiefkind der Stadt und werden nur mit spitzen Fingern angepackt.
Die sandigen Anliegerstraßen sind durch­löchert, kaum befahrbar, mit stau­ben­dem Schotter billigst und schlecht befestigt, ohne funktionierende Oberflächen­entwäs­serung. Die vorsintflutlichen Versickerungs­gräben sind entweder unzureichend oder so tief und völlig ungesichert, dass ein Kleinkind darin ertrinken kann.
Streckenweise fehlt den schlechten, un­fallträchtigen Straßen sogar die Beleuch­tung. So ist z.B. der kraterdurchzogene Fal­kenkorso teils unbeleuchtet, obwohl schon Masten und Strom vorhanden sind. Aber für simple Lampen fehlt angeblich das Geld!
Ein teures Schwimmbad (demnächst noch mit Überdachung), das jährlich immen­se Steuergelder verschlingt, leistet sich die Stadt aber mit Freuden. Gesundheits­zentrum, Sportplätze, neuer Bahnhofs­be­reich, Zentrumsneugestaltung, neue gläser­ne Stadthalle, überdachtes Bad, neue Ver­kehrsführung im Zentrum, Verkehrskrei­sel­chen und -Inselchen, alles gut und schön, und teuer von Steuerzahlers hart Erwirt­schaftetem bezahlt! Aber mutet das alles nicht an wie “potemkinsche Dörfer”, an­gesichts der staubigen, holprigen Sandstra­ßen, die den Mitbürgern und Steuerzahlern zugemutet werden? Der Sandstraßen-Stan­dard ist, fast 20 Jahre nach der Wende, noch immer angesiedelt irgendwo zwischen Urknall und Kreidezeit.
Bekanntlich lässt sich aber ein Pferd auch von hinten aufzäumen und wer sich auf den löchrigen, schlecht beleuchteten Stra­ßen die Knochen bricht, oder Lungen­probleme aufgrund des erbarmungslos stau­benden Schotters erleidet, ist ja demnächst im neuen Gesundheitszentrum gut aufgeho­ben, und Reha-Maßnahmen können im über­dachten Schwimmbad problemlos durch­geführt werden. Und die Zuwegung zum Friedhof ist schließlich auch neu.
Mit freundlichen Grüßen, Elke Braun, Februar 2008

Halloween

In Ihrem Falkenseer Magazin Nr. 20 war ein netter Artikel über das Hallo­ween-Fest, welches jetzt auch hier bei uns gefeiert wird. Wir sind alte Leu­te und bei uns hat der 31. Oktober noch eine andere Bedeutung. Aber wir wollten uns auch gern an diesem krea­tiven Fest beteiligen. Es wurden Sü­ßigkeiten gekauft für die Kinder. Ich bin krank (Pflegefall) und freute mich auf Kinderlachen und Gesang. Aber wir hörten in unmittelbarer Nähe nur Silvester-Knaller. Ein Kind haben wir nicht gesehen. Auf den Klinker­pfeiler des Zaunes hatten wir Nasch­werk deponiert. Am anderen Morgen dann die Überraschung. Auf der Stra­ße vor unserem Grundstück und im Vorgarten lagen die Süßigkeiten ver­streut und die Klinkerpfeiler waren mit Eiern beworfen worden und entspre­chend verschmiert. Uns würde inte­res­sieren, sind diese Schmierereien an fremdem Eigentum auch aus Ame­rika übergeschwappt? Oder lässt der Randalierer so seine Wut aus? Kin­der waren es nicht. Wir sind ent­täuscht. (Name der Red. bekannt)

Plakate-Irrsinn

Sehr geehrter Herr Scheibe,
Ihr Artikel mit der Überschrift “Plakate-Irrsinn” auf der letzten Seite von ” Falkensee aktuell” spricht mir aus der Seele.
Immer wenn ich diese Wahlkampfpappen irgendwo sehe, regt sich in mir Zorn. Derartige Galerien von bestenfalls nichtssagenden Gesichtern mit den meist ebenso nichssagenden Sprüchen sind so überflüssig wie ein Kropf. Sie verunzieren die Straßen und verursachen Kosten, die letztlich der Steuerzahler, über die Wahlkampfkostenerstattung an die Parteien, zu zahlen hat.
Deshalb habe ich mich sehr gefreut, daß Sie diesen Unsinn einmal an den Pranger gestellt haben.
Mit freundlichem Gruß
Dr. Bernd Kalischer, per Mai, 30.08.2007

Tierquälerei

guten tag. ich finde es eine frechheit, das in der neuesten ausgabe von falkensee aktuell dieser artikel über den hundesalon steht, besonders ärgerlich ist, das der hund an dem galgen sichtbar am tisch aufgehangen ist und das das aber tierquälerei und ausserdem verboten ist. sollte jemals ein hund vom tisch springen, dann kann sich ja wol jeder denken was dann aus der höhe passiert.im großen und ganzen, einfach nur eklig das auchnoch im bild festzuhalten.

anonym per Mail, 22.3.2007

 

Freizeitangebote für Jugendliche schaffen

Immer mehr Kinder und Jugendliche wohnen in Falkensee. Diese Entwicklung ist erfreulich, führt aber auch zu einem hohen Handlungsdruck für die Politik. An den meisten Grundschulen und den Gymnasien wurden unterdessen die Kapazitätsgrenzen erreicht. Deswegen wird breit über die Erweiterung von Schulen diskutiert. Eine ähnliche Entwicklung zeichnet sich bei den Sportplätzen ab. Die Anzahl der Sporthallen und Kleinfeldplätze für den Schulsport in Falkensee ist in den letzten Jahren kontinuierlich angewachsen. Trotz Verdoppelung der Einwohnerzahl gibt es 2007 aber nur dieselben Fußballplätze wie im Jahr 1990. Deswegen ist die Planung für neue Sportplätze im Rathaus und in der Stadtverordnetenversammlung in vollem Gange.

Neben den Schulen und den Sportplätzen gibt es einen weiteren dramatischen Engpass: Uns fehlen in Falkensee zunehmend Jugendbegegnungsstätten, Kinderspielplätze, Bolzplätze und andere Freizeitbereiche für Kinder und Jugendliche.

Falkensee hatte Anfang der 90er Jahre eine ganze Anzahl von Projekten auf den Weg gebracht. Mehrere Jugendclubs und das „Haus am Anger“ haben ihren Ursprung in dieser Zeit. Allerdings reichen diese Freizeiteinrichtungen nicht mehr aus. Handlungsbedarf besteht an verschiedenen Standorten in Falkensee.

Ich finde die Idee gut, ein BMX-Gelände in der Nähe vom Bahnhof Seegefeld einzurichten. Dieser Standort liegt nicht direkt in Wohngebieten, ist aber trotzdem gut zu erreichen. Mit Sponsoren und der Unterstützung von Unternehmen sollte es gelingen, das Projekt zeitnah und ohne zu großen finanziellen Aufwand zu realisieren.

Bisher sind die BMX-Fahrer mit ihren geländegängigen Fahrrädern an verschiedenen Stellen in Falkensee und Umgebung auf „wilden“ Plätzen unterwegs. Probleme mit Förstern oder Anwohnern sind vorprogrammiert.

Deswegen hat sich der Verein PicTrailRaiders e.V. gegründet, der einen Teil des Geländes im Bereich Seegefelder Straße, Essener Straße und Duisburger Straße gestalten und nutzen will. Die Jugendlichen wollen auf dem Gelände einen Anlaufberg, diverse Sprunghügel und Hindernisse schaffen. Ein Partner aus der Wirtschaft könnte bei der Bewältigung größerer Mengen des für die Anlage notwendigen, lehmhaltigen Sandes helfen. Mit fachmännischer Unterstützung würde auch abgesichert werden, dass die Sprunghügel nur dann die Form verändern, wenn die Jugendlichen es wollen – und nicht, weil es regnet.

Wenn wir schon mal dabei sind, sollten wir auch prüfen, ob noch mehr aus dieser Fläche zu machen ist. In Verbindung mit einem Bolzplatz und einem Basketballplatz würden wir eine richtig schicke Anlage für Jugendliche schaffen.

Heiko Müller, Landtagsabgeordneter, Falkensee, 20.02.2007

Pommes essen

Hallo Herr Scheibe, schön, wieder von Ihnen zu lesen. Besonders hat uns diesmal der Imbissbudentest beschäftigt. Wo wir am besten mit unseren Gästen eine Currywurst mit Pommes essen gehen wissen wir nun also vorläufig (natürlich die Fritten-Schmiede und schmeckt Ihnen die Wurst denn überhaupt noch?). Damit eröffnen sich aber viele neue Fragen an die kundigen Tester. Als Finkenkruger und Ignoranten des Happa happa treibt uns die Neugierde an zu wissen, was dort denn geboten wird. Des Weiteren sind wir ja durchaus auf Vielseitigkeit der Ernährung bedacht. Was machen die Falkenseer Brathähnchen (wahlweise Goldbroiler), die gibt es nämlich gar nicht überall. Wo schmecken die Döner am besten (am besten ohne Gammelfleisch)? Ein weites Feld also. Die Meinungen der anderen Leser, nicht nur dazu, würde uns auch interessieren.
Gefehlt hat uns diesmal die Rubrik unnützes Wissen, welches wir gerne den Kindern vermittelt haben, wenn sie mit ihren Aufgaben für die Schule bereits fertig waren.
Viele Grüße
Antje Polese, 15.02.2007

zurzeit testen wir Bringdienste, das ist auch ein weites Feld.
Wir experimentieren eben ein wenig. Dass wir keine Bude aus Finkenkrug genommen haben, ist eine schwere Unterlassungssünde.
Und das nutzlose Wissen kommt bestimmt wieder. Versprochen. (CS)